Supervision

Supervision fördert die Entfaltung, Entwicklung und Verbesserung der beruflichen Handlungskompetenz. Im Vordergrund steht die Auseinandersetzung mit der eigenen beruflichen Identität.

Teamsupervision

Welche Ziele verfolgen wir in unserer Arbeit? Was verstehen wir unter einer gelungenen Teamentwicklung und was brauchen wir, um diese umzusetzen? Welche Ressourcen zeigen sich in unserem Team und welche liegen vielleicht noch im Verborgenen? Welche Werte lenken unser Handeln? Innerhalb des Teams? In der Arbeit mit Menschen? Wie gehen wir mit Machtstrukturen um? Wie sprechen wir miteinander und wie ist unser Umgang mit Konflikten? Welche Feedback-Kultur pflegen wir? Wer fühlt sich willkommen? Und wen haben wir vielleicht vergessen?

All diese Fragen können Teil von Supervision sein. Und noch viele mehr.

Supervision ist also ein Ort, an dem fachliche, strukturelle und persönliche Fragestellungen miteinander ausgehandelt und verbindliche Verabredungen getroffen werden. Die Arbeit an einer gemeinsamen Werteorientierung bildet die Grundlage, eine diskriminierungssensible und wertschätzende Haltung zu etablieren.

Gleichzeitig bietet Teamsupervision den Raum, Unstimmigkeiten und Konfliktsituationen miteinander zu bearbeiten. Von dem Grundsatz ausgehend: Jedes Verhalten hat einen Grund, kann Supervision eine Einladung sein, einander (wieder) zuzuhören und sich auf die Perspektiven der anderen einzulassen.

Konflikte sind Teil von Teamprozessen. Und rückblickend sind sie oft ein wichtiger Motor für Transformation und Weiterentwicklung.

Fallsupervision

Fallsupervision bietet die Möglichkeit aus verschiedenen Perspektiven auf bestimmte Situationen, „Fälle“ und Fragestellungen der täglichen Arbeit zu schauen. Der Bezug zur eigenen Rolle und Haltung kann reflektiert und bearbeitet werden.
Persönliche Wahrnehmungen und strukturelle Grenzen kommen in den Fokus, Handlungsspielräume werden im Team diskutiert und Optionen für das weitere Vorgehen erarbeitet.

Systemische Methoden helfen komplexe Sachverhalte erfahrbar zu machen und die eigene Professionalität zu schärfen:
Wie nehme ich das Anliegen der Klient*in wahr? Welche Gefühle werden bei mir ausgelöst? Werde ich meiner Rolle gerecht? Welche anderen Perspektiven gibt es auf das Geschehen? Wie gelingt mir ein ressourcen- und lösungsorientierter Blick? Was möchte ich in Zukunft anders handhaben und wie kann ich meine Grenzen besser wahren?

Traumasensible Supervision legt einen Schwerpunkt auf ressourcenorientiertes Arbeiten, klare Distanzierungen, das Wissen um Symptome von Sekundärtraumatisierung und Werkzeuge in der Arbeit mit Menschen mit Traumaerfahrung.

Einzel- und Leitungssupervision

Einzelsupervision richtet sich an alle Menschen, die einen Raum zur Reflexion ihres beruflichen Handelns wünschen.

Einzelsupervision bietet Unterstützung in und/ oder nach akuten Konflikt- und Krisensituationen.

Leitungssupervision richtet sich an Führungskräfte, ihren eigenen Führungsstil zu erforschen und weiterzuentwickeln. Die Reflexion und Stärkung der damit verbundenen Leitungsrolle steht im Vordergrund. Mögliche Fragestellungen könnten sein:

Wie kann ich eine klare, konstruktive und wertschätzende Kommunikation etablieren und hier als Vorbild auftreten? Wie möchte ich mein Team an Entscheidungsprozessen beteiligen? Welche Aufgaben könnte ich delegieren? Wie wirke ich auf andere? Wie lenken eigene Vorurteile und persönliche Vorlieben (unbewusst) mein Handeln? Welche eigenen und externen Erwartungen sind an meine Rolle als Leitungskraft gekoppelt? Wie kann ich mein Team bestmöglich führen, so dass sich eine Vielfalt an Ressourcen entfalten kann?